Unser aktuelles Spendenprojekt: Ein Wohnheim für gefährdete Mädchen und Frauen

Kurzbeschreibung: Das ist mit dem Geld aus Hetzerath geschehen:

  • Auf dem Gelände des Berufsbildungs- und Jugendzentrums Sharing wurde ein kleines Schülerinnen-Wohnheim für 16 bis max. 24 sozial benachteiligte und den Gefahren von Kriminaltität und Missbrauch besonders ausgesetzten Mädchen / junge Frauen gebaut.
  • Errichtet wurden 4 ebenerdige Schlafräume mit jeweils 4 bis max. 6 Betten, ein vor neugierigen Blicken geschützter Innenhof, dazu moderne Sanitäranlagen und eine kleine Gemeinschaftsküche samt Essraum. Außerdem ein Wohn-/Schlafraum für eine erfahrene sozialpädagogisch geschulte Hausmutter.

Auch für dieses Projekt gelang es dem Verein Projektwerkstatt Zukunft, beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erfolgreich einen anteiligen Förderzuschuss an Land zu ziehen. Damit wurden erneut aus jedem Euro aus Hetzerath rund vier Euro für unseren Projektpartner bei Sharing.

Projekt-Gesamtkosten: ca. 32.000 Euro
Private Spenden sowie Erlöse aus Adventskonzert 2017,
Hetzerath spielt 2018 sowie Café der Kulturen (anlässlich 950 Jahre Hetzerath)
7.500 Euro
Staatlicher Zuschuss (BMZ) via Projektwerkstatt Zukunft  22.000 Euro
Eigenbeitrag Sharing Youth Centre 2.500 Euro*
* Möbel, Fentser, Türen etc. in Eigenleistung durch die Sharing-Ausbildungs-Werkstätten!  

Das Mädchen-Wohnheims wurde im Februar 2019 feierlich eingeweiht und bezogen. Damit konnte auch dieses Partnerschafts-Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Ganz herzlichen Dank für Ihre Spenden und Ihr Engagement!

Darum ist dieses Projekt für die jungen Frauen bei Sharing so wichtig:

Das Sharing Youth Centre (SYC) mitten in der ugandischen Hauptstadt Kampala bietet jährlich rund 120 bis 140 jungen Menschen überwiegend aus sozial benachteiligten Verhältnissen eine solide Berufsausbildung. Weit über die Hälfte der Auszubildenden sind Mädchen und junge Frauen. Sie stammen aus den umliegenden Slumgebieten oder haben sich aus ihren Heimatdörfern hierher durchgeschlagen, weil sie sich in der Stadt bessere Zukunfts-Chancen erhoffen.

So oder so wohnen die meisten Sharing-Schülerinnen unter für uns unvorstellbaren Verhältnissen, sind vor allem nachts kriminellen wie sexuellen Übergriffen ausgeliefert. Traumatisiert brechen viele Betroffene ihre Berufsausbildung ab und verlieren damit jegliche Hoffnung auf ein besseres Leben. Auch eine zunehmende Zahl an Teenager-Schwangerschaften sowie eine weiterhin hohe Ansteckungsrate mit HIV/Aids sind traurige Resultate dieser Situation, unter der generell viele Mädchen und junge Frauen in Kampala leiden.

Zwar bietet Sharing neben der reinen Berufsausbildung auch eine umfassende soziale und psychologische Betreuung durch ausgebildete Sozialarbeiter/innen sowie auf Wunsch auch seelsorgerische Begleitung an. Internatsunterkünfte gibt es bislang jedoch nicht.

Genau das soll sich jetzt mit dem Bau eines Wohnheimes für Mädchen und junge Frauen ändern. Besonders gefährdete Schülerinnen können dort während ihrer einjährigen Ausbildungszeit in einem geschützten Umfeld gemeinschaftlich wohnen und lernen, sozialpädagogische Betreuung inklusive, ebenso eine größtmögliche Teilhabe an den kreativen Freizeitmöglichkeiten, die Sharing abends und an den Wochenenden allen Jugendlichen aus der näheren und weiteren Nachbarschaft anbietet.

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